ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Vorab…

Wir möchten auf unseren Reisen den Menschen mit Respekt und Toleranz begegnen - es ist für uns selbstverständlich, die landesüblichen Bräuche und Gepflogenheiten zu respektieren und die in diesen Ländern oft überwältigende Gastfreundschaft nicht zu missbrauchen. Derselbe Umgang gilt auch gegenüber der Natur- und Tierwelt.

Grundsätzlich ist für die Reise und die einzelnen Etappen genug Zeit eingeplant. Bei einer Expeditionsreise wie dieser befahren wir aber auch viele Strecken, die unvorhergesehene Schwierigkeiten bereithalten können und uns zu Abweichungen von der geplanten Route zwingen können. Fahrzeugpannen, gesundheitliche Probleme, aber auch langwierige Grenzprozedere oder zB. veterinärmedizinische Sperren größerer Gebiete können unseren Zeitplan durcheinander bringen. Dabei zählen wir auf deine Gelassenheit und Hilfs-& Abenteuerbereitschaft.

Es besteht somit ausdrücklich kein Anspruch auf die vollständige Erfüllung des dargestellten Reiseverlaufes. Nach dem Motto: "Der Weg ist das Ziel" sind Pausen für Fotos, Kaffee oder "einfach nur so" auch zwischen den Treffpunkten individuell möglich.
Sprachen: Deutsch und Englisch

Gesundheit
Zur Teilnahme an dieser Expeditionsreise solltest Du in einer guten körperlichen Verfassung sein. Besprich dich im Zweifel lieber mit deinem Hausarzt, der dich auch beim Zusammenstellen der Reiseapotheke und über sinnvolle Schutzimpfungen beraten kann. Bedenke dabei bitte auch, das die Krankenversorgung und die Möglichkeiten eines Rettungseinsatzes vor Ort nicht mit den gewohnten europäischen Standards vergleichbar sind. Wir bewegen uns teilweise auch in Gegenden, wo wir auf keinerlei Rettung von aussen hoffen können! Im Sinne der eventuell notwendigen Selbsthilfe ersuchen wir euch daher auch, einen erweiterten Erste-Hilfe-Kurs mit Schwerpunkt Outdoor zu besuchen.

Auf dieser Expeditionsreise sind wir der Witterung praktisch Tag und Nacht ausgesetzt. Daher können zB. ungewohnte Temperaturen (von möglichen Nachtfrösten bis +40°C tagsüber in Wüstengebieten), Wind und (Sand-) Stürme, Staub, aber auch Dinge wie ungewohnte Speisen, mangelnde Duschmöglichkeiten etc. an unseren Kräften zehren. Bedenkt bitte auch, dass wir uns im Pamir für einige Tage in Höhen über 4.000m befinden werden, ohne dass es eine schnelle Abstiegsmöglichkeit oder Zugang zu einer Druckkammer gibt!

Sämtliche Anordnungen und Vorschriften im Zusammenhang mit der Covid-Pandemie sind einzu–halten und Unannehmlichkeiten, die dadurch eventuell entstehen können, in Kauf zu nehmen.
Anforderungen an den Fahrer (Pflicht) 

Bitte Beachten: Diese Tour ist nicht für Einsteiger geeignet!

Wir werden neben sogn. „Wellblechpisten“ auch schlammige und sandige Passagen, enge und steile Bergpisten ohne jegliche Hangsicherungen sowie ausgeschwemmte Stellen und auch die eine oder andere Furt befahren. Teilweise werden wir völlig "offroad" unterwegs sein und uns erst eine geeignete Route suchen müssen. Bei schlechten Wetterverhältnissen können im Grunde einfache Passagen schnell nur mehr schwer passierbar oder überhaupt gefährlich und unbefahrbar werden.

Du musst dafür kein „Offroad-Profi“ sein - aber Du solltest schon über ausreichende Geländeerfahrung mit deinem Fahrzeug verfügen oder erfolgreich an einem fortgeschrittenen(„advanced“) Offroadkurs teilgenommen haben. Wir setzen voraus, dass du mit Untersetzung und Sperren umgehen kannst und dir der Gebrauch von Kompressor, Wagenheber, Spaten und Bergegurt geläufig ist... WICHTIG: Du musst in der Lage sein, dich selbst einschätzen zu können und zu entscheiden, ob Du mit deinem Fahrzeug die vom Guide vorgeschlagene Strecke sicher nachfahren kannst. Das Fahren in der Gruppe darf dich nicht leichtsinnig werden lassen und damit in gefährliche Situationen bringen! Nimm das bitte nicht auf die leichte Schulter - nach dem Motto: "Mein Auto ist eh so super(teuer) ausgerüstet und schafft das ja mit links" - wir erleben bei diesem Thema leider immer wieder grobe Selbstüberschätzungen! Aber du bist natürlich nicht alleine unterwegs und so werden wir das im Team bewältigen und euch auch vor Ort mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wenn Du unsicher bist, besprich das bitte vorab mit uns. Und nutzte auch ausgiebig die Übungsmöglichkeiten bei Offroad-Trainingskursen... 

Anforderungen an Fahrzeug und Ausrüstung (Pflicht)
Für diese Expedition brauchst Du ein erprobtes, zuverlässiges, robustes und gut gewartetes Geländefahrzeug in sehr gutem Zustand mit Allradantrieb, Untersetzungsgetriebe und, je nach Verschränkungsmöglichkeit, auch mit Differentialsperren. Achtung Dieselfahrer: in Teilen der Mongolei und zB. Tadjikistans hat der Diesel oft einen sehr hohen Schwefelanteil. Das kann für Fahrzeuge ab EURO III Abgasnorm problematisch sein. Abhilfe könnte der vorübergehende Ausbau des DPF samt Umprogrammierung sein... 

Ein frischer, fahrzeugspezifischer Service (neue Öle, Filter, Verschleißteile, Abschmieren...)
 ist obligatorisch. Dein Fahrzeug muss im Hinblick auf diese Tour aber auch entsprechend überprüft und vorbereitet werden.  Neben Verschleißteilen wie Kupplung, Starter, Bremsen muss dabei auch dem Fahrwerk (Lenkung, Dämpfer, Federn, Rad…) sowie der Abgasanlage besonderes Augenmerk geschenkt werden. Die Starterbatterie und die Bereifung muss in sehr gutem Zustand (neuwertig) sein, wir empfehlen euch MT-Reifen, mind. ein vollwertiges Reserverad ist notwendig. Wichtig sind auch wirklich stabile(!) Befestigungspunkte vorne und hinten für ein Bergeseil. Der Treibstoffvorrat deines Fahrzeuges sollte für ca. 800 (Pisten-)km ausreichen (event. Zusatztank oder Kanister) - gehe dabei ca. vom 1,3-fachen des normalen Verbrauchs aus.

Ausrüstung: Da wir uns oft abseits jeglicher Infrastruktur befinden, musst Du auch einige Ersatzteile - wie etwa Treibstoff-, Öl- und Luftfilter, Motoröl, Keilriemen, Ersatzlampen, wichtige fahrzeugspezifische Verschleißteile, Gorilla Tape, Superkleber, Sicherungen, Kabel/Klemmen/Kabelschuhe, Kabelbinder, Draht, Ratschengurte, Bremsenreiniger + Schmierfett(spray), Starthilfespray, Sammlung Schrauben+Mutter, etc. - aber auch Dinge wie Ersatzschlüssel, Feuerlöscher, Starthilfekabel, guter Werkzeugsatz, Reparaturanleitungen und technische Handbücher und auch zB: Eimer und Schwamm zum Scheibenwaschen, mitführen. Dazu bekommst Du nach der Anmeldung von uns auch noch eine detaillierte Liste samt Beratung.

Bergung/Reifenpanne: 1 Schaufel, (eventuell 2 Sandbleche mit ca. 1,5m Länge), 1 Bergegurt ca. 10m und 2 Schäkel (je mind. 8 to Bruchlast), ein stabiler (und zu eurem Fahrzeug passender!) Wagenheber mit entsprechender Unterlage, Reifenreparaturset (Schlauch/schlauchlos), einen Kompressor samt hitzefestem Schlauch, Füllarmatur und Reifendruck-prüfer. Du musst mit deiner Ausrüstung in der Lage sein, den Reifendruck den Bodenverhältnissen anzupassen und im Notfall auch alleine ein defektes Rad unter widrigen Bedingungen zu wechseln.

Leben: Der Trinkwasservorrat (Tank/Kanister) muss mind. 30l/Person betragen sowie Lebensmittel für ungefähr 7 Tage mitgeführt werden können. Ein Wasserfilter und/oder entsprechende Entkeimungsmittel werden empfohlen. Bitte nimm Wasserkanister mit großen Öffnungen mit und stelle sicher, dass ein eingebauter Wassertank damit rasch befüllt werden kann (Richtwert max. 10min). Das Wasserauffüllen in der Gruppe sollte so innerhalb kurzer Zeit möglich sein und uns nicht jedes Mal lange aufhalten. Denke auch daran, für das Schöpfen von Wasser aus Quellen zumindest einen transportablen Wasserkanister oder ähnliches dabei zu haben.

Abends suchen wir uns meist schöne Lagerplätze in der freien Natur und grundsätzlich versorgt sich jeder selbst. Aber natürlich werden wir auch zusammen kochen oder grillen und gemütlich am Lagerfeuer sitzen…

Dafür brauchst Du die notwendige Campingausrüstung wie Kocher (Achtung: europäische Gasflaschen können unterwegs nicht nachgefüllt werden!) - und wenn ihr im Freien kochen möchtet: denkt an einen sehr guten Windschutz! - Geschirr, event. Kühlbox, Stühle + Tisch, gute Schlafsäcke, Decke, Isomatten, etc… zB. macht ein Camping-WC Übernachtungen im besiedelten Gebiet einfach entspannter:-) Und natürlich auch eine bequeme Schlafgelegenheit - am Besten im Fahrzeug (nach vorheriger Absprache ist event. auch ein Dachzelt möglich)

Anmerkung zu Dachzelt (+ Aufstelldach): Speziell in der Mongolei kann es oft recht windig sein, teilweise auch so stark (zB. bei Sandsturm), dass ein Dachzelt erst gar nicht geöffnet werden kann! Wir empfehlen daher zumindest eine "Notschlafmöglichkeit" im Auto. Unterschätze bitte auch nicht mögliche Schlechtwetterperioden - wenn man da keinen warmen und trockenen Aufenthaltsort hat, können Kälte und Regen einem - und damit dann auch der ganzen Gruppe - schnell die gute Stimmung verderben!

Kommunikation: Nimm ein einfaches, "offenes" Handy mit -  es gibt günstige SIM-Karten vor Ort. Ein Satellitentelefon, falls vorhanden, ist in entlegenen Gegenden die einzige Kommunikationsmöglichkeit nach aussen. (Im Begleitfahrzeug führen wir selbstverständlich eines mit)

Zur Zeit nutzen wir für die gruppeninterne Kommunikation ein PMR-Funkgerät mit Aussenantenne (zB: Midland G7E Pro MAG)  - nähere Infos nach der Anmeldung.

Navigation: Grundsätzlich wird die komplette Navigation von uns übernommen und so Du im Konvoi bleibst, reicht ein einfaches GPS-Gerät (oder Smartphone mit GPS), womit Du im Notfall deine Position ermitteln kannst. Wenn Du dir die Navigation auch alleine zutraust und Teilstrecken in Eigenregie fahren willst, ist ein GPS-Navigationssystem bzw. "Tablet mit GPS" mit entsprechendem Kartenmaterial zB. (OSM) notwendig, auf das auch unterwegs GPS-Tracks und POI´s aufgespielt werden können. Die notwendigen Daten erhältst Du selbstverständlich von uns.

Versicherungen und Dokumente (Pflicht)
• Reisepass mit entsprechender Gültigkeitsdauer und allen notwendigen Visa
• Zulassungsschein (sollte das mitgeführte Fahrzeug nicht auf dich zugelassen sein, brauchst Du eine ins russische

  übersetzte und notariell beglaubigte Vollmacht des Fahrzeughalters)
• Führerschein + internationaler Führerschein
• wenn möglich, große grüne Versicherungskarte mit Freischaltung Russland - ansonsten muss eine KFZ-Versicherung  an der Grenze abgeschlossen werden
• Auslands-Krankenversicherung (für Russland schon zur Visabeschaffung notwendig - laut Liste der russischen

  Botschaft, (z.B. ÖAMTC-Weltreiseschutz)

• Rückholflugversicherung (z.B. ÖAMTC-Weltreiseschutz)
Versicherungen (empfohlen)

• Schutzbrief (Automobilclub)
• Reiserücktrittsversicherung
 

Mehr Informationen findet ihr auch unter "Service". Für weitere Fragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.