ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Vorab…

Wir möchten auf unseren Reisen den Menschen mit Respekt und Toleranz begegnen - wir erwarten daher, dass auch du die landesüblichen Bräuche und Gepflogenheiten respektierst und die in diesen Ländern oft noch überwältigende Gastfreundschaft nicht missbrauchst. Derselbe Umgang gilt selbstverständlich auch gegenüber der Natur- und Tierwelt und wir werden darauf achten, keinerlei Spuren (Müll...) zu hinterlassen oder die Natur zu schädigen. Unterwegs werden wir auf die lokalen Strukturen zurückgreifen und diese damit unterstützen.

Ein ausgeprägtes Interesse an abgelegenen und teilweise recht kargen Regionen ist für diese Expedition unerlässlich. Grundsätzlich ist für die Reise und die einzelnen Etappen genug Zeit eingeplant, aber wir befahren auch viele Strecken, die unvorhergesehene Schwierigkeiten bereithalten können und uns zu Abweichungen von der geplanten Route zwingen können. Fahrzeugpannen, gesundheitliche Probleme, aber auch langwierige Grenzprozedere oder zB. veterinär bedingte Sperren größerer Gebiete können unseren Zeitplan durcheinander bringen. Dabei zählen wir auf deine Gelassenheit und Hilfs-& Abenteuerbereitschaft.

Ein "normaler" Reisetag verläuft dabei ungefähr so: Abfahrt nach kurzer Routenbesprechung um ca. 9.oo Uhr, unterwegs - nach dem Motto: "Der Weg ist das Ziel" - Stopps für Fotos und kurze Mittagspause. Abends versuchen wir, spät. gegen 16hoo an unserem Lagerplatz anzukommen, um den Tag in Ruhe ausklingen lassen zu können...

Straßen-& einfache Pistenetappen kann jeder Teilnehmer gerne in Eigenregie fahren, anspruchsvollere Geländestrecken werden wir im losen Konvoi gemeinsam bewältigen...

Reisebegleitung

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich hier um keine Studien-, sondern um eine Expeditionsreise handelt - und wir uns daher auch nicht als "Lehrer“ sehen, die euch auf alle Sehenswürdigkeiten hinweisen, sondern eher als „Gebietskenner“, die euch gut durch den Reisealltag begleiten. Wir werden uns bemühen, euch die Reise erlebnisreich und angenehm zu gestalten und euch in schwierigen Situationen bestmöglich zu unterstützen. Aber bereitet euch auch selbst ein wenig vor und lest euch ein, um die Reise entsprechend euren persönlichen Vorstellungen erleben zu können…

Sprache: Deutsch und Englisch

Gesundheit
Zur Teilnahme an dieser Expeditionsreise musst Du in einer guten körperlichen Verfassung sein. Besprich dich im Zweifel lieber mit deinem Hausarzt, der dich auch beim Zusammenstellen der Reiseapotheke sowie sinnvolle Schutzimpfungen beraten kann. Bedenkt dabei auch, das die Krankenversorgung und die Möglichkeiten eines Rettungseinsatzes vor Ort nicht mit den gewohnten europäischen Standards vergleichbar sind - wir bewegen uns teilweise auch in Gebieten, wo wir auf keinerlei Rettung von aussen hoffen können! Im Sinne der eventuell notwendigen Selbsthilfe ersuchen wir euch daher auch, einen erweiterten Erste-Hilfe-Kurs mit Schwerpunkt Outdoor zu besuchen. Gesundheitliche "Handicaps" sind unbedingt vorab mit uns zu besprechen!

Unterwegs sind wir der Witterung praktisch Tag und Nacht ausgesetzt. Daher können zB. ungewohnte Temperaturen (von möglichen Nachtfrösten bis +40°C tagsüber in Wüstengebieten), Wind und (Sand-) Stürme, Staub, aber auch Dinge wie ungewohnte Speisen, mangelnde Duschmöglichkeiten etc. an unseren Kräften zehren. Bedenkt bitte auch, dass wir uns im Pamir für einige Tage in Höhen über 4.000m befinden werden, ohne dass es eine schnelle Abstiegsmöglichkeit oder einen Zugang zu einer Druckkammer gibt!

Jeder ist selbst für die Einhaltung sämtlicher Anordnungen und Vorschriften (zB. Impfung...) im Zusammenhang mit der Covid-Pandemie verantwortlich und Unannehmlichkeiten, die dadurch entstehen können, sind in Kauf zu nehmen. 
Anforderungen an den Fahrer (Pflicht) 

WICHTIG: Diese Tour ist nicht für Anfänger geeignet!

Wir werden neben sogn. „Wellblechpisten“ auch schlammige und sandige Passagen, enge und steile Bergpisten ohne jegliche Hangsicherungen sowie ausgeschwemmte Stellen und auch die eine oder andere Furt befahren. Teilweise werden wir völlig "offroad" unterwegs sein und uns erst eine geeignete Route suchen müssen. Bei schlechten Wetterverhältnissen können im Grunde einfache Passagen schnell nur mehr schwer passierbar oder überhaupt gefährlich und unbefahrbar werden.

Du musst dafür kein „Offroad-Profi“ sein - aber über ausreichende Geländeerfahrung mit deinem Fahrzeug verfügen oder erfolgreich an einem fortgeschrittenen („advanced“) Offroadkurs teilgenommen haben. Wir setzen voraus, dass du mit Allrad, Untersetzung und Sperren umgehen kannst und dir der Gebrauch von Kompressor, Wagenheber, Spaten und Bergegurt geläufig ist... WICHTIG: Du musst in der Lage sein, dich selbst einschätzen zu können und zu entscheiden, ob Du mit deinem Fahrzeug die vom Guide vorgeschlagene Strecke sicher befahren kannst. Das Fahren in der Gruppe darf dich nicht leichtsinnig werden lassen und damit in gefährliche Situationen bringen! Nimm das bitte nicht auf die leichte Schulter - nach dem Motto: "Mein Auto ist eh so super(teuer) ausgerüstet und schafft das ja locker" - wir erleben bei diesem Thema leider immer wieder grobe Selbstüberschätzungen! Aber du bist natürlich nicht alleine unterwegs und so werden wir knifflige Passagen im Team bewältigen und euch auch vor Ort mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wenn Du unsicher bist, besprich das bitte vorab mit uns. Und nutzte auch ausgiebig die Übungsmöglichkeiten bei Offroad-Trainingskursen... 

Anforderungen an Fahrzeug und Ausrüstung (Pflicht)
Für diese Expedition brauchst Du ein erprobtes, zuverlässiges, robustes und gut gewartetes Geländefahrzeug in sehr gutem Zustand mit (sperrbarem) Allradantrieb, Untersetzung und, je nach Verschränkungsfähigkeit, eventuell auch mit Differentialsperren. Achtung Dieselfahrer: in zB. Tadjikistan hat der Diesel oft einen sehr hohen Schwefelanteil. Das kann für Fahrzeuge ab EURO III Abgasnorm problematisch sein. Abhilfe könnte der vorübergehende Ausbau des DPF samt Umprogrammierung sein... 

Ein frischer, fahrzeugspezifischer Service (neue Öle, Filter, Verschleißteile, Abschmieren...)
 ist obligatorisch. Dein Fahrzeug muss im Hinblick auf diese Tour aber auch entsprechend überprüft und vorbereitet werden.  Neben Verschleißteilen wie Kupplung, Starter, Bremsen muss dabei auch dem Fahrwerk (Lenkung, Dämpfer, Federn, Rad…) sowie der Abgasanlage besonderes Augenmerk geschenkt werden. Die Starterbatterie und die Bereifung muss in sehr gutem Zustand (neuwertig) sein, wir empfehlen euch MT-Reifen, mind. ein vollwertiges Reserverad ist notwendig. Wichtig sind auch wirklich stabile(!) Befestigungspunkte vorne und hinten für ein Bergeseil. Der Treibstoffvorrat deines Fahrzeuges sollte für ca. 1000 (Pisten-)km ausreichen (event. Zusatztank oder Kanister) - gehe dabei ca. vom 1,3-fachen des normalen Verbrauchs aus.

Ausrüstung: Da wir uns oft abseits jeglicher Infrastruktur befinden, musst Du auch einige Ersatzteile - wie etwa Treibstoff-, Öl- und Luftfilter, Motoröl, Keilriemen, Ersatzlampen, wichtige fahrzeugspezifische Verschleißteile, Gorilla Tape, Superkleber, Sicherungen, Kabel/Klemmen/Kabelschuhe, Kabelbinder, Draht, Ratschengurte, Bremsenreiniger + Schmierfett(spray), Starthilfespray, Sammlung Schrauben+Mutter, etc. - aber auch Dinge wie Ersatzschlüssel, Feuerlöscher, Starthilfekabel, guter Werkzeugsatz, Reparaturanleitungen und technische Handbücher und auch zB: Eimer und Schwamm zum Scheibenwaschen, mitführen. Dazu bekommst Du nach der Anmeldung von uns auch noch eine detaillierte Liste samt Beratung.

Bergung/Reifenpanne: 1 Schaufel, (eventuell 2 Sandbleche mit ca. 1,5m Länge), 1 Bergegurt ca. 10m und 2 Schäkel (je mind. 8 to Bruchlast), ein stabiler (und zu eurem Fahrzeug passender!) Wagenheber mit entsprechender Unterlage, Reifenreparaturset (Schlauch/schlauchlos), einen Kompressor samt hitzefestem Schlauch, Füllarmatur und Reifendruck-prüfer. Du musst mit deiner Ausrüstung in der Lage sein, den Reifendruck den Bodenverhältnissen anzupassen und im Notfall auch alleine ein defektes Rad unter widrigen Bedingungen zu wechseln.

Leben: Der Trinkwasservorrat (Tank/Kanister) muss mind. 30l/Person betragen sowie Lebensmittel für ungefähr 7 Tage mitgeführt werden können. Ein Wasserfilter und/oder entsprechende Entkeimungsmittel werden empfohlen. Bitte nimm Wasserkanister mit großen Öffnungen mit und stelle sicher, dass ein eingebauter Wassertank damit rasch befüllt werden kann (Richtwert max. 10min). Das Wasserauffüllen in der Gruppe sollte so innerhalb kurzer Zeit möglich sein und uns nicht jedes Mal lange aufhalten. Denke auch daran, für das Schöpfen von Wasser aus Quellen zumindest einen transportablen Wasserkanister oder ähnliches dabei zu haben.

Abends suchen wir uns meist schöne Lagerplätze in der freien Natur und dabei versorgt sich jeder grundsätzlich selbst - aber neben gelegentlichen Besuchen der lokalen Gastronomie werden wir natürlich auch zusammen kochen oder grillen und gemütlich am Lagerfeuer sitzen…

Dafür brauchst Du die notwendige Campingausrüstung wie Kocher (Achtung: europäische Gasflaschen können unterwegs nicht nachgefüllt werden!) - und im Freien auch einen sehr guten Windschutz, Geschirr, event. Kühlbox, Stühle + Tisch, gute Schlafsäcke, Decke, Isomatten, etc… zB. macht ein Camping-WC Übernachtungen im besiedelten Gebiet einfach entspannter:-) Und natürlich auch eine bequeme Schlafgelegenheit - am Besten im Fahrzeug (nach vorheriger Absprache ist event. auch ein Dachzelt möglich)

Anmerkung zu Dachzelt/Aufstelldach: In den Steppengebieten kann es manchmal recht windig sein, teilweise auch so stark (zB. bei Sandsturm), dass ein Dachzelt erst gar nicht geöffnet werden kann! Wir empfehlen daher zumindest eine "Notschlafmöglichkeit" im Auto. Unterschätze bitte auch nicht mögliche Schlechtwetterperioden - wenn man da keinen warmen und trockenen Aufenthaltsort hat, können Kälte und Regen einem - und damit dann auch der ganzen Gruppe - schnell die gute Stimmung verderben!

Kommunikation: Nimm ein einfaches, "offenes" Handy mit -  es gibt günstige SIM-Karten vor Ort. Ein Satellitentelefon, falls vorhanden, ist in entlegenen Gegenden die einzige Kommunikationsmöglichkeit nach aussen. (Im Begleitfahrzeug führen wir selbstverständlich eines mit)

Zur Zeit nutzen wir für die gruppeninterne Kommunikation ein PMR-Funkgerät mit Aussenantenne (zB: Midland G7E Pro MAG)  - nähere Infos nach der Anmeldung.

Navigation: Grundsätzlich wird die komplette Navigation von uns übernommen und so Du im Konvoi bleibst, reicht ein einfaches GPS-Gerät (oder Smartphone mit GPS), womit Du im Notfall deine Position ermitteln kannst. Wenn Du dir die Navigation auch alleine zutraust und Teilstrecken in Eigenregie fahren willst, ist ein GPS-Navigationssystem bzw. "Tablet mit GPS" mit entsprechendem Kartenmaterial zB. (OSM) notwendig, auf das auch unterwegs GPS-Tracks und POI´s aufgespielt werden können. Die notwendigen Daten erhältst Du selbstverständlich von uns.

Versicherungen und Dokumente (Pflicht)
• Reisepass mit entsprechender Gültigkeitsdauer und allen notwendigen Visa
• Zulassungsschein (sollte das mitgeführte Fahrzeug nicht auf dich zugelassen sein, brauchst Du eine ins russische

  übersetzte und notariell beglaubigte Vollmacht des Fahrzeughalters)
• Führerschein + internationaler Führerschein
• wenn möglich, große grüne Versicherungskarte mit Freischaltung Russland - ansonsten muss eine KFZ-Versicherung  an der Grenze abgeschlossen werden
• Auslands-Krankenversicherung (für Russland schon zur Visabeschaffung notwendig - laut Liste der russischen

  Botschaft, (z.B. ÖAMTC-Weltreiseschutz)

• Rückholflugversicherung (z.B. ÖAMTC-Weltreiseschutz)
Versicherungen (empfohlen)

• Schutzbrief (Automobilclub)
• Reiserücktrittsversicherung
 

Weitere  Informationen findet ihr auch unter "Service". Für weitere Fragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.